Goethe und kART

Goethe und kART

Johann Wolfgang von Goethe würde heute seine “Italienische Reise” bloggen. Vielleicht aber erst aus Rom. Er war so auf die Hauptstadt der Welt fixiert, dass er, wenn damals schon möglich, geflogen wäre. Ab Leipzig, besser ab München, von da fliegt Alitalia nach Rom. In diesem Fall wären alle seine Reisebetrachtungen vor Eintreffen in Rom hinfällig. Er hätte kein Abenteuer wie in Malcesine berichten können. Allerhöchstens hätte er sich über einen verloren gegangenen Koffer erregt, der ihm mit zwei Tagen Verzögerung in Rom zugeführt worden wäre. Gottseidank musste er auf das zu seiner Zeit schnellste Verkehrsmittel zurückgreifen; was würde uns sonst alles in seiner zweimonatigen Annäherung an Rom entgangen sein. Trotzdem reist er schon mit der Absicht los vieles rechts und links liegen zu lassen um den einen Gedanken auszuführen, der fast zu alt in seiner Seele geworden ist –Rom.

Selbst dem Zwang unterliegend möglichst schnell ein Ziel zu erreichen, genießen ich um so mehr Goethes Reise über die Alpen, über den Gardasee, durch Verona, Vicenza, Padua, Venedig, Ferrara, Bologna, Florenz, Arezzo und Perugia bis nach Rom. Auch wenn seine Berichte nicht zur Führung taugen aber wie verheißungsvoll klingen doch diese Städtenamen und die von ihm berichteten Nebensächlichkeiten. Einerseits nahm er sich ja Zeit für seine Reise denn die Begierde, dieses Land zu sehen, war überreif. Auch war er verwundert wie man reisen kann, ohne etwas außer sich gewahr zu werden. Trotzdem stellt er wohl nicht nur in Florenz fest, dass sich ihm eine ihm unbekannte Welt auftun würde an der er nicht verweilen will. Die Begierde nach Rom zu kommen, war so groß,…, dass kein Bleiben mehr war. Es treibt ihn nach Rom, um dort das Große und Schöne willig und mit Freuden zu verehren. So steht er dann eines Tages vor Rom und stellt sich die Frage, wenn dieser Wunsch erfüllt ist, was soll ich mir nachher wünschen?.

Lieber Johann Wolfgang von Goethe, Du würdest Dir sicher keinen A-Mercedes und schon gar keinen Dacia kaufen, auch würdest Du nie nach Milano Marittima fahren. Aber auch ich leide beizeiten unter dieser Italiensehnsucht, dem Verlangen nach gediegener Kultur und unbeschwerter Lebensfreude. Gut, meine Ansprüche sind wahrscheinlich geringer, aber ich glaube, dass auch ich mit einem bezapften Zypressenzweig und einem blühenden Kapernzweig in der Hand über einen italienischen Markt gehen würde und die Einheimischen sich wunderliche Gedanken machten.

 BildSonnenblumenfeld

ArTiesTenToer 2nd

Beeldende Kunst” at Tervuren, a village at the fringe of Brussels that call CNJT their home. The tourist office Tervuren did invite artists to contribute to the ArTiesTenToer 2014. From May 29 to June 1st artists did receive the opportunity to display their creations at shops, flats, hotels and the limited number of galleries. Thus, arty visitors receive the opportunity for een prettige kunstwandeling through the municipality of Tervuren. I had prepared a number of paintings and exhibited them at CN’s speelgood- knutselwinkel Lokilino. The shop including the backyard was converted into a provisional gallery. On the whole four exhibition days and some 200 registered visitors did show their interest in my fine arts and the artist behind. My paintings are large, colourful and checkered in format. Many a visitor observed the need for a large living room in order to accommodate one of my paintings. However, this is only a statement concerning any of my sales prospects; besides I’m not cheap jack. As each visitor spent a one-minute hopefully admiring glance at my paintings they received more attention as ever before. This is the actual and encouraging payoff that strengthens my intention to participate in next years ArTiesTenToer at Tervuren.

I’ll express my cordial thanks to CN for their friendly support during the ArTiesTenToer. A couple of my paintings continue to be on offer at Lokilino; in case of interest please visit the place.

kART at LOKILINO’s by Kurt H. Schiebold

BildBild

ArTiesTenToer 2014

“Beeldende Kunst” in Tervuren, der Platz am Rande von Brüssel den CNJT Heimat nennen. Der Tourismusverband Tervuren schrieb die ArTiesTenToer 2014 aus und ich nahm teil. Künstler stellen über vier Tage (29. Mai bis 01. Juni) ihre Kunstwerke in Shops, Privatwohnungen, Hotelräumen und in den wenigen Galerien aus. Die Besucher machen “een prettige kunstwandeling” und zeigen sich interessiert und neugierig. Ich hatte eine Anzahl von Bildern vorbereitet und in CN’s Kinderspielladen “Lokilino” ausgestellt. Der Laden einschließlich des Hinterhofes wurde zur kleinen Behelfsgalerie eingerichtet. Über die vier Tage hatten ca. 200 Besucher einen mehr oder minder interessierten Blick auf meine Schöpfungen geworfen. Diese sind in der Regel sehr groß und strahlen in kräftigen Farben. Ein Besucher meinte, dass man schon ein sehr großes Wohnzimmer für meine Bilder brauchen würde. Das sagt aber nur etwas über die Verkaufsaussichten aus. Zudem bin ich ja auch nicht der billige Jakob. Da jeder Besucher mindestens eine Minute verweilt hatte erfuhren meine Bilder mehr Aufmerksamkeit als jemals zuvor. Das ist ein Erfolg der ermutigt und mich in meiner Absicht bestärkt auch im nächsten Jahr an der ArTiesTenToer in Tervuren teilzunehmen.

CN danke ich für die freundliche Aufnahme in „Lokilino“. Einige meiner Bilder sind weiterhin „on display“ und können auch gekauft werden. Nachfolgend die Liste dieser Kunstwerke:

 

kART at LOKILINO’s by Kurt H. Schiebold

Title Date Size (cm) Mode Price (€)
Summer Tiles 2014 90×90 Acrylic on canvas 650
Autumn Tiles 2014 90×90 Acrylic on canvas 650
Blue Tiles 2011 60×60 Acrylic on canvas 350
Brown Tiles 2012 60×60 Acrylic on canvas 350
Friendly Tiles 2011 60×60 Acrylic on canvas 350
Paper boat 2010 60×50 Acrylic on canvas 350
Edge of a Wood 2010 100×100 Acrylic on canvas 750
Pebbles 2014 60×50 Acrylic on canvas 250

 

foto representatief werkFriendly Tiles

kART

Kurt Schiebold geboren 1947 in Simbach am Inn im Sternzeichen der Waage; macht Kunst als Naturtalent (Rohschliff), Autodidakt, Dilettant und Bewunderer großer Künstler. Ist sich über den Begriff “Kunst” aber immer noch nicht im Klaren; deshalb produziert er kART. Zeichnungen, Radierungen und – trotz angeblicher Rot-Grün-Schwäche – Aquarelle. In den letzten Jahren – wohl der zunehmenden Alterssichtigkeit geschuldet – arbeitet er großflächig mit Acrylfarben. Das kräftige Spiel mit Farben und Formen nach Regeln wie auch in freier Entfaltung prägen seinen künstlerischen Ausdruck. Konnte sich und seine Familie nie aus dem Erlös seiner Werke ernähren und ging deshalb einem einträglicherem Gewerbe nach.

 

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